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Krystol

KRYSTOL - selbstheilende Abdichtung

Zementgebundene selbstheilende Abdichtung von Betonflächen – verschließt Kapillarbereiche und Mikrorisse im Beton

Krystol ist eine eigens für die lückenlöse Betonabdichtung hergestellte Mixtur, welche mit einer entsprechenden Menge Wasser zu einer Schlämme vermischt wird. Das Material gleicht von der Konsistenz her, einer herkömmlichen mineralischen Dichtungsschlämme oder einer mineralischen rein silikatischen Schlämme. Das Wirkprinzip von Krystol ist jedoch mit keiner von beiden Abdichtungssystemen vergleichbar. Unter - Wissenschaft der Krystol-Technologie - wird auf das Krystol-Waterstop-System verständlich eingegangen.

Anwendungsbereiche

Als Abdichtung- bzw. Schutzbeschichtung von Beton bei unterirdischen und oberirdischen Bauwerken, Kellern, Wasserreservoire, Abwasseranlagen, Tunnel, Kanäle, Rohre etc.

Verarbeitung

  • Mischung: Krystol Pulver wird in vorgegebenen Verhältnis von 5 : 2 mit Wasser angerührt
  • Auftrag: Das Material wird auf den unbehandelten mineralischen tragfähigen Untergrund mit einem Quast massierend aufgetragen
  • Lunkern und Risse über 0,4 mm die nicht mehr selbständig verschlossen werden, müssen vorab entsprechend der Spezifikation Baricote und/oder Krystol Plug behandelt werden
  • Nachbehandlung: die aufgetragene Masse ist vor Wind und Sonne zu schützen; fertiggestellte Bereiche sind je nach Gegebenheiten bis 2 Wochen feucht zu halten; leichter Sprühnebel ist ausreichend; Pfützenbildung vermeiden; beim Auftrag von innen, gegen rückseitig wirkendes Wasser kann die Nachbehandlungsdauer mit Wasser bedeutend kürzer ausfallen
  • mechanische Einwirkungen während der erste vier Wochen vermeiden; die aufgetragene Schicht darf auch nach Tagen keine Ablösungen oder Rissbildungen aufweisen;
  • Die Baukörper- und Verarbeitungstemperatur darf auch mindestens 10 Tage nach Auftrag nicht unter 5°C fallen
  • Die Verarbeitungszeit von Krystol liegt bei einer Temperatur von 20°C und Luftfeuchtigkeitswerten um 60 % bei 30 – 40 min.
  • Krystol kann überall dort eingesetzt werden, wo Wasser und unhydratierter Zement vorhanden ist

 

Wissenschaft der Krystol-Technologie

Die Krystol –Technologie basiert auf Prinzipien, die dem Prozess während der Hydration und dem Erhärten des Betons ähnlich sind. Zement besteht hauptsächlich aus Kalzium-Silikaten. Werden Zementpartikel mit Wasser gemischt, entsteht eine chemische Reaktion, bei der die Kalzium-Silikate mit dem Wasser eine neue Verbindung formen. Die neuen Verbindungen sind Kalzium-Silikat-Hydrate (KSH) und Kalzium-Hydroxide.

KSH bilden ein mikrokristallines Gebilde außerhalb der einzelnen Zementpartikel, die eventuelle Hohlräume dazwischen füllen. Die Anordnung der KSH-Kristalle ist der Mechanismus, der über die Steifigkeit und Festigkeit des Betons bestimmt. Er ist entscheidend in den ersten Stunden nach dem Betonieren, aber er setzt sich über Wochen, Jahre und dem gesamten Leben des Betons fort.

Der Grund, dass sich die Hydration fortsetzt, anscheinend unerklärbar, ist, weil nur ein Teil des Zements durch die anfängliche Hydration und Erhärtung reagiert hat. Eine erhebliche Anzahl der Zementpartikel verbleibt unreagiert im Beton, nachdem er voll ausgehärtet ist. Es sind die nicht gequollenen Zementpartikel, die den Krystol-Wirkstoffen ermöglichen, ihre Funktion auszuüben. Krystol wirkt als Katalysator für eine längere Reaktion der Betonmasse. Dies ist der entscheidende Unterschied zu Silikat-basierten Produkten die im Beton mit Kalzium-Hydroxiden oder dem freien Leim reagieren. Deren Reaktion bildet durch solch ein Verfahren einen unlösbaren Festkörper und füllen (hoffentlich) die Poren. Diese Produkte werden komplett auf der Stelle gebunden und können deswegen nicht mehr in den Beton als ein paar Millimeter penetrieren. Aus diesem Grunde können diese Produkte auch keine neu auftretenden Risse selbstheilen. Sie sind unlösbar und das Aufkommen von Wasser in der späteren Zeit hat keinen Einfluss auf sie.

Andererseits wirkt Krystol völlig anders. Die gebildeten Kristalle sind Hydrations-Kristalle, aber sie sind nicht so formlos (amorph) wie die Zement-Hydrations-Kristalle. Stattdessen formen sie lange hexagonale Prismen, die sich ausbreiten und die kapillaren Hohlräume und Mikro-Risse füllen. Die Kristalle selbst bestehen ausschließlich nicht aus dem Krystol- Material, sondern wachsen aus den partiell reagierten Zementpartikeln. Darum können die Kristalle weit in den Beton hinein wachsen.

Bei Behandlung von undichtem Beton wurde ein Kristallwachstum bis auf die andere Seite der behandelten Wand beobachtet. Die Krystol-Wirkstoffe reagieren nie während des Abbindeprozesses des frischen Betons. Als ein Katalysator wird nur eine kleine Menge Krystol benötigt für das Wachstum einer großen Menge an Kristallen. Innerhalb des undichten Betons können die Kristalle leicht wachsen und sperren die mikroskopischen Kapillar-Poren und Mikro-Risse ab, ohne große Mengen an Krystol-Wirkstoffen zu gebrauchen. Die verbleibenden Wirkstoffe verbleiben im Beton, um bei Auftreten von späteren Rissen und eintretendem Wasser den Kristallisationsprozess fortzusetzen.

(aus dem Krystol-Magazine11, Frühjahr 2008)